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Fahrradhelm-Größe – richtig messen und bestimmen

Fahrradhelm-Größe Ob Kinder oder Erwachsene auf dem Fahrrad – ein Helm gehört zur Grundausstattung im Alltag. Er verhindert bei einem Aufprall schwere Verletzungen und schützt als sichere Hülle zwischen Kopf und Asphalt. Diese Wirkung erzielt der Fahrradhelm aber nur, wenn er richtig passt und optimal eingestellt ist. Im folgenden Ratgeber zeigen wir dir, wie du deine Fahrradhelm-Größe richtig bestimmst und was beim Aufsetzen zu beachten ist.
Besonderheiten
  • optimaler Schutz
  • keine Druckstellen
  • Helm verrutscht nicht
  • lange Tragedauer möglich

Top-Themen: Helmgröße ermitteln, Größentabelle, Die Passform

Ein Fahrrad sollte nie ohne Helm bewegt werden. Schließlich reicht schon bei der täglichen Stadtfahrt ein kleiner Sturz aus, um eine Gehirnerschütterung oder eine schwere Kopfverletzung zu erleiden. Viele solcher Verletzungen lassen sich mit einem Fahrradhelm vermeiden. Voraussetzung ist natürlich, dass er angemessen groß ist und gut passt. Nur dann verringert er die Kräfte, die bei einem Aufprall auf den Kopf wirken. Zu weite Helme verrutschen leicht und sitzen nicht mehr an den Stellen, wo der Schutz am meisten benötigt wird. Außerdem dient er als robuste Hülle zwischen deiner Kopfhaut und dem Straßenbelag. Schon oft war der Fahrradhelm bei einem Unfall dafür verantwortlich, dass die Betroffenen keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten haben und eher mit dem Schrecken davongekommen sind. Wer im Auto also auf Knautschzone und Airbags achtet, sollte sich auch des Schutzes durch einen Fahrradhelm bewusst sein.

Neben der Sicherheit ist der Tragekomfort von der Helmgröße abhängig. Zu enge Helme sorgen schnell für Druckstellen und hinterlassen Kopfschmerzen. Die Folge: der Fahrradhelm kann nur kurze Zeit getragen werden und du kannst dich während der Fahrt nur schwer konzentrieren. Zu große Helme sitzen meist locker und lassen sich mit nur einer Handbewegung wegdrehen oder verschieben. Gleiches passiert natürlich bei einem Aufprall. Der Helm verrutscht und schützt dann nicht mehr alle Bereiche. Außerdem schränkt er deine Sicht enorm ein.

Helmgröße ermitteln – immer den Kopfumfang messen

Die passende Größe für deinen neuen Fahrradhelm orientiert sich immer am Kopfumfang. Das heißt: Du musst vor dem Kauf zunächst deinen Kopfumfang messen und vergleichst dann mit den Tabellen der einzelnen Hersteller. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Umfang mit Maßband messen: Du nimmst dir ein gängiges und flexibles Maßband. Lege es nun am Hinterkopf an, führen es über den Ohren entlang und halte es etwa 1 bis 2 cm über deinen Augenbrauen zusammen. Es darf nicht in den Nacken fallen oder zu weit oben an der Stirn sitzen. Nur so misst du die breiteste Stelle. Danach liest du das Ergebnis bequem ab.
  • Umfang mit Faden messen: Alternativ nimmst du dir einen Faden und legst ihn auf die gleiche Art und Weise an. Danach liest du die gemessene Länge einfach auf einem Zollstock ab oder nutzt ein Lineal. Auch hier ergibt dein Umfang deine individuelle Helmgröße.
Hinweis: Am besten misst du mehrmals, um das korrekte Ergebnis und einen konkreten Mittelwert zu bekommen.

Grundsätzlich lässt sich der Umfang je nach Altersgruppe in einen bestimmten Bereich einordnen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Eine allgemeine Einteilung sieht wie folgt aus:

AlterKopfumfang
0 – 3 Jahre44 – 52 cm
2 – 7 Jahre46 – 57 cm
5 – 12 Jahre52 – 60 cm
12 – 80+ Jahre52 – 65 cm

Diese Tabelle gilt nur als Richtlinie, in welchem Bereich dein gemessener Wert liegen sollte. Jeder Bereich umfasst dabei mehrere Größen. Außerdem spielen die Voraussetzungen eine wichtige Rolle. Männer haben beispielsweise einen größeren Umfang als Frauen. Für den perfekten Fahrradhelm gilt es als nächstes, die Größentabelle der Hersteller zu vergleichen.

Größentabelle – Helmgrößen im Überblick

Die meisten Hersteller bezeichnen ihre Helmgrößen in Zentimeter und mit den amerikanischen Einheiten XS bis XL. Aber Achtung: diese Einteilung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und damit auch nicht einheitlich. Was bei einem Hersteller die Größe S darstellt, ist bei der nächsten Firma vielleicht die Größe M. Vergleiche deshalb immer mit der Größentabelle der jeweiligen Hersteller, was die Angaben im Einzelfall bedeuten und welcher Bereich dir am besten passen könnte. Folgende Tabelle gilt nur als Richtwert:

GrößeUmfang des Kopfes
XXXS49 – 50 cm
XXS51 – 52 cm
XS53 – 54 cm
S55 – 56 cm
M57 – 58 cm
L59 – 60 cm
XL61 – 62 cm
XXL63 – 64 cm
Wichtig: Liegt dein Maß genau an der Grenze zur nächsten Fahrradhelmgröße, dann nutze auf jeden Fall das größere Modell. So beugst du Druckstellen oder einer unangenehmen Passform vor.

Wie genau gemessen wird, zeigt dir dieses Video noch genauer:

Fahrradhelm-Größen für Kinder und Babys – ab 44 cm Umfang

Fahrradhelme für Kinder und Babys / Kleinkinder haben meist eine andere Größeneinteilung. Hier ist die optimale Passform noch wichtiger, da sich die Köpfe der Kleinen noch im Wachstum befinden und besonders empfindlich sind. Die Schutzfunktion ist jedoch nur dann gewährleistet, wenn der Fahrradhelm fest auf dem Kopf sitzt und sich nicht mehr bewegen lässt. Zwar gibt es bei den meisten Herstellern ausreichend Einstellungsmöglichkeiten der Passform im Inneren, eine falsche Helmgröße lässt sich dadurch aber nicht ausgleichen.

Die optimale Größe ermittelst du auch hier anhand des Kopfumfangs. Das Maßband sollte an der breitesten Stelle des Kopfes anliegen, über die Ohren führen und in der Mitte der Stirn sitzen. Achte ebenso darauf, dass es nicht in den Nacken fällt, sondern fest am Hinterkopf anliegt. Bei Kindern kann sich das Messen teilweise schwieriger gestalten. Miss deshalb mehrfach und nimm dann den Mittelwert. Die meisten Hersteller bieten ihre Produkte nach folgender Größentabelle an:

HelmgrößeKopfumfangAlter
XS44 cm – 49 cm0 – 3 Jahre
S46 cm – 51 cm2 – 7 Jahre
S/M49 cm – 53 cm3 – 9 Jahre
M52 cm – 58 cmAb etwa 4 Jahren

Kinderhelme besitzen meist eine andere Form als die Modelle der Erwachsenen. Gerade Babys werden oft auf dem Fahrradsitz mitgenommen oder nehmen in einem Fahrradanhänger Platz. Für diesen Zweck sind die Helme an der Rückseite leicht abgeflacht für einen besseren Tragekomfort. Außerdem schützt die Form den Hinterkopfbereich noch besser.

Test: Lass dein Kind den Helm für etwa 15 Minuten ausprobieren. Wenn er nicht verrutscht oder Druckstellen hinterlässt, scheint die richtige Größe gefunden zu sein.

Die richtige Passform – nicht zu eng und nicht zu weit

Die Größen sind nicht allein ausschlaggebend für eine optimale Passform. Manche Helme sind durch ihr Herstellungsverfahren etwas schmaler oder breiter ausgelegt. Doch nicht alle Modelle lassen sich über die Verstellmöglichkeiten im Inneren an deine Kopfform anpassen. Du solltest darauf achten, neben der richtigen Größe auch eine gute Passform für deinen Kopf zu finden. Das ist vor allem bei Halbschalen oder Skaterhelmen wichtig, die bei der ersten Anprobe schon gut sitzen sollten.

Daneben kommt es auf das Verstellsystem der Hersteller an. Jede Marke besitzt ihr eigenes Prinzip und lässt den Fahrradhelm mehr oder weniger schnell sich deiner Kopfform annähern. Meist gibt es einen Ring aus Kunststoff, der sich enger stellen lässt und über ein kleines Drehrad an der Rückseite des Helms zusammenzieht. So merkst du, wie der Helm mit jedem Dreh immer fester wird. Bestenfalls liegt er jetzt nur noch an den gepolsterten Stellen der Helmschale an und bringt dir einen angenehmen Tragekomfort.

Der Härtetest: Schüttle deinen Kopf mit dem Helm kräftig hin und her. Rutscht er runter, ist er definitiv zu groß.

Stiftung Warentest gibt in diesem Video hilfreiche Tipps, wie du den Fahrradhelm richtig aufsetzt:

So sitzt der Helm perfekt – 7 einfache Tipps

An folgenden Kriterien erkennst du, ob der Fahrradhelm ideal sitzt:

  • Die Vorderkante des Fahrradhelms sollte immer mit den Augenbrauen oder kurz darüber abschließen.
  • Der Helm darf nicht schief sitzen oder zu weit in den Nacken rutschen. Er muss sich in waagerechter Position befinden.
  • Die Stirn sollte sich etwas in Falten legen, wenn du den Helm vor und zurück bewegst. Dann hat er einen festen Sitz.
  • Am besten berühren nur die gepolsterten Bereiche im Helm deine Kopfhaut. Andernfalls gibt es ungewollte Druckstellen.
  • Der Helm darf sich nicht seitlich wegdrehen lassen. Außerdem ist nur etwa ein Finger Platz zwischen Kopf und Helm empfehlenswert.
  • Die Gurtbänder sollten fingerbreit unter dem Ohr zusammenlaufen. Der Riemen selbst muss sich mit dem Schloss unter dem Kinn befinden und darf nicht gegen den Hals drücken.
  • Spanne die Riemen so straff, dass der Helm kaum Spiel hat und das Polster eng am Kinn anliegt. Etwa einen Finger zwischen Kinn und Polster solltest du Platz lassen.

Die richtige Größe für Brillenträger

Auch Brillenträger finden passende Fahrradhelm-Größen für sich. Dabei muss die Brille zunächst nicht berücksichtigt werden, wenn es um Kopfumfang und Größe geht. Miss einfach wie beschrieben aus und probiere dann den ersten Helm. Die Passform des Modells ist hier eher entscheidend. Schließlich sollte die Brille auch mit Fahrradhelm normal sitzen und auf der Nase liegen. Wird sie beispielsweise nach oben gedrückt, ergibt sich ein verzerrter Blick auf die Straße. Außerdem hinterlässt das Brillengestell dann ungünstige Druckstellen.

Passform bei Downhill- und Fullface-Helmen

Offene Helme sind meist einfacher in ihrer Passform zu wählen, als Downhill– und Fullface-Helme. Hier ist eine Anprobe unerlässlich, da die Modelle deutlich mehr vom Kopfbereich und Gesicht abdecken. Außerdem besitzen sie ein anderes Verstellsystem im Inneren und die Größentabelle ist enger gestrickt. Die Passform ist häufig nur durch Polster regelbar, sodass die Größe an sich schon perfekt zu dir passen muss.

Kundenmeinungen und Tipps – Helm regelmäßig austauschen

Die Helmgröße spielt eine wichtige Rolle für einen angenehmen Tragekomfort. Bestenfalls spürst du den Helm auch bei längeren Touren nicht. Vor allem Kinder dürfen sich nicht vom Helm gestört fühlen, bedingt durch eine falsche Größe. Nehmen sie das Modell kaum wahr, wird es auch keine Diskussion beim Fahren mit Helm geben und deinen Kindern ist ein Stück mehr Sicherheit geboten. Doch gerade bei Kinderhelmen ist die passende Größe regelmäßig zu prüfen. Sonst bekommst du den Sprung zur nächsten Helmgröße zu spät mit.

Ein Austausch von Fahrradhelmen ist nach drei bis vier Jahren empfehlenswert. Meist haben die Materialien nach dieser Zeit ausgedient und halten der Belastung bei einem Unfall nicht mehr stand. Im Inneren des Helms findest du immer ein kleines Schild mit der Größe als Aufschrift. Außerdem solltest du das Herstellungsdatum des Helms regelmäßig prüfen.

Allgemeine Anleitung – Fahrradhelm richtig aufsetzen:

  • Setze den Helm waagerecht auf deinen Kopf. Hinterkopf, Schläfen und ein Großteil der Stirn müssen bedeckt sein.
  • Ziehe nun den Helm über das Verstellsystem fest. Bestenfalls hast du es im Vorfeld genau auf deine Passform ausgerichtet.
  • Prüfe die Längen der Gurtbänder rechts und links am Helm. Rücke die kleine Klemme an den Gurten bis unter das Ohr zum Backenknochen.
  • Der Helm sollte auch mit offener Schnalle fest sitzen und nicht mehr verrutschen oder seitlich weggedreht werden können.
  • Schließe das Kinnband und lass noch Platz bis zum Kinn. Zu lange Gurte lassen sich nun entfernen oder fest am Helm fixieren.

Vor- und Nachteile der richtigen Helmgröße – bester Tragekomfort

VorteileNachteile
  • Helm passt perfekt
  • rutscht nicht runter
  • angenehmer Tragekomfort
  • sitzt nicht zu eng (keine Druckstellen)
  • schützt vor Verletzungen
  • Sicherheit bei Sturz oder Unfall
  • Geduld ist gefragt
  • Tabellen der Hersteller nicht einheitlich

Fazit

Nimm dir bei der Auswahl der richtigen Fahrradhelm-Größe Zeit. Zunächst den Kopfumfang messen und dann mit den Tabellen der Hersteller vergleichen. Du wirst schnell sehen, dass es hier große Unterschiede gibt. Ist die richtige Größe gefunden, muss nur noch die Passform vor dem Kauf geprüft werden. Nur ein fest sitzender Helm, bietet dir ausreichend Schutz bei einem Sturz oder Unfall. Dennoch darf er nicht zu eng sitzen oder Kopfschmerzen während der Fahrt hinterlassen. Den richtigen Helm hast du gefunden, wenn du dich auch nach längeren Strecken mit dem Modell wohlfühlst.

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