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Fahrradversicherung – Diebstahlschutz und Vollkasko

Moderne Fahrräder setzen auf eine wertvolle und raffinierte Technik. Mit dem Kauf eines neuen Modells solltest du deshalb über ausreichend Schutz gegen Diebstahl, Vandalismus oder ähnliche Schäden nachdenken. Auch für E-Bikes und Pedelecs ist das Thema Vollkaskoschutz aktuell. Doch lohnt sich eine vergleichsweise teure Fahrradversicherung wirklich oder reicht vielleicht die Hausratversicherung? Wir haben genauer nachgefragt.
Besonderheiten
  • abgedeckte Leistungen
  • Kostenpunkt
  • Rolle der Hausratversicherung
  • beliebte Anbieter
  • Schadensfall melden

Fahrradversicherung Vergleich & Test 2020

GesellschaftVergleichssiegerAmmerländer Fahrradversicherung AmmerländerPreis-Leistungs-TippHepster Fahrradversicherung HepsterENRA Fahrradversicherung ENRAKrist Fahrradversicherung KristSchutzklick Fahrradversicherung SchutzklickWertgarantie Fahrradversicherung Wertgarantie
GeltungsbereichWeltweit ohne zeitliche BegrenzungWeltweit ohne zeitliche BegrenzungEuropaweitDeutschland Ausland 12 WochenEuropaweitDeutschland, Ausland 6 Wochen
Kaufpreis1 - 10.000 Euro1 - 10.000 Euro1.000 – 10.000 Euro999 - 7.500 Euro1.000 – 5.000 Euro1 – 6.000 Euro
Vertragslaufzeit12 - 36 Monate12 - 36 Monate12 - 60 Monate12 - 36 Monate12 Monate12 Monate
Kündigungsfrist3 Monate3 Monaten/a1 Monat3 Monate3 Monate
Höchstalter3 Jahreegal6 Monate2 Jahre3 Monate (bei gebrauchten Rädern)k.A.
SchlossPreis egal, kein ZahlenschlossPreis egal (es reicht sogar ein Rahmenschloss!)ab 50 Euroab 50 Euroab 50 Euroab 50 Euro
Wartezeit0 Monate0 Monateca. 1-2 Wochen0 Monateca. 1 Monat0 Monate
Leistungen
ohne SelbstbeteiligungJaJaJaJaJaJa
KaufpreiserstattungJaJaJaJaJaJa
DiebstahlJaJaJaJaJaJa
VandalismusJaJaJaJaJaJa
UnfallschädenJaJaJaJaJaJa
SturzschädenJaJaJaJaJaJa
ProduktionsfehlerJaJaJaNeinNeinJa
ElektronikschädenJaJaJaJaJaJa
VerschleißJaJaJaNeinJaJa
FeuchtigkeitJaJaJaJaJaJa
ReparaturserviceJaJaJaJaJaJa
Unsachgemäße HandhabungJaJaJaNeinJaJa
Beispiel, Jahresbetrag: e-Bike (12 Monate, Diebstahlschutz, Neues e-Bike, PLZ 44135, Alu-Rahmen)
Kaufpreis bis 1.500 Euroab ca. 5,16 €ab ca. 5,50 €ab ca. 10,00 €ab ca. 8,33 €ab ca. 16,50 €ab ca. 6,00 €
Kaufpreis bis 2.500€ab ca. 5,83 €ab ca. 6,60 €ab ca. 12,97 €ab ca. 8,33 €ab ca. 22,91 €ab ca. 7,50 €
Kaufpreis bis 5.000€ab ca. 12,59 €ab ca. 13,30 €ab ca. 14,38 €ab ca. 13,33 €ab ca. 38,50 €ab ca. 15,00 €
BesonderheitenJahresbeitrag günstiger | Carbonbikes werden zwar versichert, der Carbonrahmen aber ausgeschlossenJahresbeitrag günstiger | immer Neuwert-Erstattung | Verschleiß ohne Ausnahmen | gewerbliche Nutzung okay | Schäden bis 500 Euro ohne Kostenvoranschlag reparieren lassenLeistungen individuell zusammenstellen, mit AbholserviceBeitrag orientiert sich nach PLZ, Freie Werkstattwahlkostenloser Kundenservice, Partner der Allianz-
Fazitgünstig und für viel Gepäck Oder Zubehör geeignetSuper Angebot!sehr erfahrener Anbieter, abgestimmte Paketeversichern auch Gebrauchte e-Bikesideal für Reisen geeignet, Zeitlich unbegrenztumfangreicher Leistungsbereich
zur Versicherung
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Ein Fahrrad kann über die Hausratversicherung oder eine zusätzliche Fahrradversicherung gegen Diebstahl, Teileklau oder Vandalismus abgesichert werden.
  • Dieser umfassende und nicht gerade günstige Schutz lohnt sich vor allem bei neuen Fahrrädern oder teuren Modellen, wie Pedelecs oder E-Bikes. Hier sollte der Akku mitversichert sein.
  • Die Beitragshöhe richtet sich nach dem Tarif des Anbieters und nach der gewählten Versicherungssumme. Diese sollte nach dem Alter des Rades, dem Typ, dem Wert und dem Wohnort bestimmt werden.

Was ist eine Fahrradversicherung?

Eine Fahrradversicherung kann mit dem Vollkaskoschutz beim Auto verglichen werden. Wer sich für ein teures Fahrrad entscheidet, möchte bei Diebstahl, Vandalismus oder Teileklau schließlich nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Natürlich kannst du deinen Schaden zur Anzeige bringen, doch die Erfolgsaussichten stehen schlecht. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstahl liegt in Deutschland bei etwa 10-20 Prozent, wie die Polizei selbst berichtet. Das bedeutet für die Betroffenen: das nächste Fahrrad muss wieder aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Umfassenden Schutz bietet nur eine Fahrradversicherung. Sie deckt mögliche Reparaturkosten ab, gerade bei technisch aufwendigeren Modellen. Außerdem reduzieren sich die Kosten für eine Neuanschaffung, sollte das Fahrrad gestohlen sein oder einen Totalschaden erleiden. Je nach Tarif springt die Versicherung auch bei Unfällen, Stürzen oder Pannen ein, die nicht selbstverschuldet entstanden sind. Je mehr Risiken versichert sich, desto höher fällt der Versicherungsbeitrag aus. Deshalb solltest du dir genau überlegen, welcher Schutz dir wichtig ist und ob er überhaupt zu deinem Fahrrad passt.

Hinweis
Eine Fahrradversicherung lohnt sich oft nur bei einem teuren Modell über 100 Euro. Auch E-Bikes und Pedelecs kommen schnell auf über 2000 Euro Wert und sollten umfassend abgesichert werden.

Unterschied zwischen Fahrrad, E-Bike und Pedelecs

Bei der Fahrradversicherung musst du immer angeben, um was für ein Rad es sich genau handelt. Willst du nur ein einfaches Citybike oder sportliches Mountainbike versichern? Oder besitzt dein Rad eine Unterstützung durch einen Elektromotor. Hier sind nämlich mehr Leistungsbereiche zu berücksichtigen. Die Unterschiede definieren sich wie folgt:

VarianteDetails
Fahrrad
  • ohne Elektromotor
  • mit einfachen Pedalen und Sattel
  • sportliches Mountainbike oder Rennrad
  • einfaches Citybike für die Stadt
E-Bike
  • einfaches Elektrofahrrad
  • Unterstützung mit Elektromotor
  • 20 km/h, 25 km/h oder 45 km/h erhältlich
  • mit Versicherungskennzeichen und Mofa-Führerschein
Pedelec
  • unterstützt das Treten mit Elektromotor
  • maximal 25 km/h erreicht
  • Nenndauerleistung bis 250 Watt
  • können ohne Zulassung und Führerschein gefahren werden
  • Anfahrhilfe bis 6 km/h
S-Pedelec
  • Motor ist 500 Watt stark
  • Motorunterstützung erst ab 45 km/h abgeschaltet
  • gilt als Kleinkraftrad
  • Kennzeichen und Führerschein notwendig

Leistungsbereich – wann zahlt die Fahrradversicherung

Die Fahrradversicherung gibt es in verschiedenen Tarifvarianten – sie bestimmen den Leistungsumfang. So ist für jedes Fahrrad und für jeden Anspruch der richtige Versicherungsschutz zu finden. Schau dir die Leistungen genau an und entscheide selbst, welche Konditionen in deinem Fall angebracht und für dein Fahrrad überhaupt sinnvoll sind. Alle Tarife beinhalten jedoch den Diebstahlschutz. Das betrifft:

  • Diebstahl des Fahrrads
  • Teilediebstahl (z.B. der Sattel)
  • Diebstahl des Akkus

Bei einem Teilediebstahl greift die Versicherung aber nur, wenn sie fest mit dem Rad verbunden sind. Der Akkudiebstahl ist vor allem für Pedelces oder E-Bikes von Bedeutung und sollte mit abgedeckt sein. Daneben gibt es weitere Leistungsbereiche, die den Vollkaskoschutz betreffen:

Unfallschäden

Bricht bei einem Sturz der Rahmen oder bekommen andere Teile einen Defekt, übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten.

Vandalismus

In diesem Fall beschädigt jemand das Fahrrad mit Vorsatz, kann aber nicht ausfindig gemacht werden. Häufig sind es verbogene Schutzbleche oder ein aufgeschlitzter Sattel.

Bedienfehler

Werden Teile falsch montiert oder der Akku bei einem Pedelec falsch eingebaut, handelt es sich um eine unsachgemäße Handhabung und somit um einen Bedienfehler.

Material- und Konstruktionsfehler

Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Fahrradkauf greift die Gewährleistungspflicht. Treten nach 3 Jahren Schäden am Material oder der Konstruktion auf, werden sie zum Versicherungsfall.

Elektronikschäden

Dringt Wasser in die empfindliche Technik des E-Bikes oder Pedelec ein, kommt es zu einem Elektronikschaden.

Verschleiß

Hier ist der Verschließ von bestimmten Fahrradteilen gemeint, wie beispielsweise die Fahrradkette. Bremsen oder Reifen sind jedoch vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Beim Akkuverschleiß wird ein Austausch nur vorgenommen, wenn die Leistungskapazität stark abgefallen ist.

Voraussetzungen für den Versicherungsschutz – Fahrrad abschließen

Der Leistungsbereich der Fahrradversicherung greift jedoch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Als Geschädigter musst du zunächst beweisen, dass dein Fahrrad sicher abgestellt und vor allem abgeschlossen wurde. Nur wer sein Bike auch ausreichend vor Diebstahl schützt, kann auf die Versicherung zählen. Diese Voraussetzungen sind je nach Gesellschaft unterschiedlich. Manche Policen verlangen ein bestimmtes Schloss, mit dem dein Rad immer gesichert sein muss. Kommt es trotzdem zu einem Schadensfall, sollte das Schloss zumindest benannt werden können oder du wirst sogar dazu aufgefordert, die Schlüssel alle vorzulegen. So will die Versicherung nachweisen, dass der Dieb das Fahrrad nicht über einen gefundenen Schlüssel entwendet hat.

Außerdem ist eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben. Diese ermittelt zwar gegen Unbekannt, hinterlegt aber ein Aktenzeichen, das bei der Versicherung gemeldet sein muss. Auch hier schützen sich die Gesellschaften vor falschen Antragstellern.

Welche Entschädigung zahlt die Versicherung?

Die Modalitäten der Entschädigung sollten im Vorfeld genau geklärt werden und sind mit dem Versicherungstarif verbunden. Entscheide dich hier zwischen:

  • Neupreis/Neuwert
  • Istwert/Wiederbeschaffungswert
  • Anteil vom Neupreis

So kann beispielsweise der Neupreis oder Neuwert eines Fahrrads versichert sein, wenn es zu einem Diebstahl kommt. Dir wird also der volle Kaufpreis ausgezahlt und du kannst dich um einen adäquaten Ersatz kümmern. Beim Istwert wird der aktuelle Zeitwert des Fahrrads genommen. Handelt es sich also um ein älteres Modell, bezahlt die Versicherung nur die Kosten für eine mögliche Wiederbeschaffung. Manchmal bekommst du bei einem Diebstahl auch nur einen Anteil vom Neupreis. Das heißt, es werden nicht alle Kosten übernommen und dafür zahlst du monatlich einen geringeren Beitrag.

Bei anderen Schäden, Vandalismus oder Reparaturkosten wird natürlich nicht der komplette Neuwert des Fahrrads gezahlt. Hier musst du meist eine Rechnung vorlegen oder der Schaden wird von einem Fachmann geschätzt. Du bekommst dann nur die Reparaturkosten von der Versicherung übernommen.

Schutzbrief Leistungen – mit Pannenhilfe

Ähnlich der KFZ Versicherung kannst du auch für dein Fahrrad einen Schutzbrief abschließen. Dieser enthält eine Pannenhilfe oder auch einen Rücktransport mit Leihfahrrad. Wer öfter mit dem Bike unterwegs ist, häufige Ausflüge plant oder gar einen Radurlaub ins Auge fasst, sollte sich hier genauer belesen. Folgende Dienste sind mit enthalten:

  • Pannenhilfe
  • Abschleppdienst
  • Rücktransport
  • Leihfahrrad
  • Weiterfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Übernachtung im Notfall

Kosten für die Fahrradversicherung – ca. 20 Euro im Monat

Der Beitrag für die Fahrradversicherung kann unterschiedlich hoch sein. Er berechnet sich nach dem gewählten Tarif und Anbieter. Außerdem spielt die festgelegte Versicherungssumme eine Rolle. Diese wählst du selbst und solltest sie abhängig machen vom Alter des Fahrrad, seinem Wert und dem Typ. Manchmal wird der Wohnort mit berücksichtigt, ob beispielsweise die Diebstahlgefahr laut Statistiken der Polizei erhöht ist. Je höher das Risiko an einem Wohnort, desto mehr musst du für die Fahrradversicherung bezahlen.

Wähle die Versicherungssumme nicht zu hoch, um keinen enormen Beitrag zu riskieren. Das heißt, sie muss nicht unbedingt den Kaufpreis des Fahrrads abdecken. Entscheidest du dich für eine geringere Versicherungssumme, reduziert sich automatisch der Beitrag. Natürlich musst du im Schadensfall eine gewisse Differenz tragen, hast die aber Versicherungskosten über die Jahre eingespart. Zielt ist es bei der Wahl des Tarifs, hier die möglichst beste Balance zu finden.

Ein Rechenbeispiel

Kaufst du ein Fahrrad mit einem Wert von 1500 Euro, so fallen pro Jahr etwa 200 bis 250 Euro Versicherungskosten an. Auf den Monat heruntergebrochen sind das etwa 15 bis 25 Euro Gebühren. Je teurer das Fahrrad oder je höher die Versicherungssumme, desto schneller steigern sich die monatlichen Raten. Bei einem günstigen Fahrrad von etwa 500 Euro hast du in den ersten Jahren den Neupreis schon durch die Versicherungsbeiträge gedeckt. In diesem Fall lohnt sich keine eigene Fahrradversicherung. Eine E-Bike-Versicherung bei einem Kaufpreis über 2000 Euro ist da deutlich sinnvoller.

Hinweis
Bei der Fahrradversicherung brauchst du für jedes Modell eine eigene Police und zahlst jeweils einen eigenen Beitrag. Daher lohnt sie sich meist nur für teure Räder.

Fahrrad über die Hausratversicherung schützen

Ein Fahrrad ist meist auch über die Hausratversicherung geschützt – zumindest gegen Diebstahl. Das gilt auch für die kleineren Pedelecs, die maximal eine Motorleistung von 250 Watt aufweisen. Quasi jedes Modell, das ohne Führerschein und als Fahrrad genutzt werden kann, steht unter dem Schutz der Hausratversicherung. Der Leistungsrahmen ist hier aber stark begrenzt:

Einbruchdiebstahl

Wird dir das Fahrrad aus dem verschlossenen Keller oder der verschlossenen Garage entwendet, handelt es sich um einen Einbruchdiebstahl. Hier greift auf jeden Fall die Hausratversicherung und wird dir den Zeitwert oder Neuwert des Rades ersetzen.

Einfacher Diebstahl (nur bei Fahrradklausel)

Kommt es zu einem Diebstahl außerhalb von abgeschlossenen Räumen, spricht man von einem einfachen Diebstahl. Hier besteht oft kein Schutz über die normale Hausratversicherung – eine Zusatzklausel und ein höherer Beitrag sind nötig. Daher lohnt sich diese Form nur für teurere Fahrräder.

Der Versicherungsschutz durch die Hausratspolice sollte rund um die Uhr gelten: auch nachts. Geräte in älteren Verträgen ist von der Nachtklausel die Rede. Der vollständige Schutz besteht dann also nur in der Zeit zwischen 6 Uhr und 22 Uhr. Die Ausnahme gilt natürlich, wenn das Fahrrad in der restlichen Zeit noch aktiv genutzt und beispielsweise vor einer Bar oder einem Kino abgestellt wurde. Hier musst du nachweisen, dass es durch ein vorgeschriebenes Schloss gesichert wurde.

Im Versicherungsfall bekommst du über die Hausrat den Neuwert oder den Zeitwert des Fahrrads ersetzt. Doch auch hier kommt es auf die vorher vereinbarte Versicherungssumme an. Ist diese hoch genug angesetzt, übernimmt die Gesellschaft den Schaden in voller Höhe. Andernfalls wird ermittelt, was dein Fahrrad in einem neuwertigen Zustand kosten würde.

Wichtig
Bei einer Hausratversicherung mit Fahrradklausel musst du nicht jedes Rad einzeln versichern. Du brauchst also nur eine Police für Räder und Hausrat gemeinsam. Das kann dir enorm viel Kosten sparen.

Strengere Vorschriften und Voraussetzungen bei der Hausratversicherung

Bei der Hausratversicherung musst du noch mehr darauf achten, den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Das heißt: es kommt immer genau auf den Standort und das Schloss des Fahrrads an. In jedem Fall brauchst du ein gut gesichertes Schloss, wenn dein Fahrrad im offenen Straßenraum abgestellt wird. Fest verbaute Rahmenschlösser gelten hier nicht. Nutze lieber ein Zahlenschloss oder ein Schlossbügel mit Schlüssel.

Darfst du das Fahrrad in einer Garage oder einem gemeinschaftlichen Raum unterbringen, musst du diese Möglichkeit nutzen. Auch hier ist ein eigenständiges Schloss gegen Diebstahl immer gefordert. Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, hilft die Liste der empfohlenen Fahrradschlösser–LINK–(https://service.vds.de/verzeichnisse/pmst_sonst/) weiter.

Entschädigung in der Hausratversicherung – prozentual berechnet

Die Entschädigung unterscheidet sich auch hier je nach Versicherung oder Tarif. Üblich sind etwa 1-2 Prozent der Versicherungssumme, da diese auf den gesamten Hausrat bezogen ist. Handelt es sich also um eine Summe von 50.000 Euro, so ist das Fahrrad zwischen 500 und 1.000 Euro mitversichert. Bei günstigen Modellen reicht also die Hausratversicherung aus.

Vor- und Nachteile: Fahrradversicherung oder Hausrat

Ob du dich für die Fahrradversicherung oder die Hausratversicherung entscheidest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie oft wirst du mit deinem Fahrrad unterwegs sein und wo stellst du es üblicherweise ab. Welche Versicherungssumme schwebt dir vor und welche maximale Beitragshöhe kannst du verkraften? Für eine bessere Auswahl haben wir dir beide Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen hier kurz gegenübergestellt:

Fahrradversicherung als Vollkaskoschutz

VorteileNachteile
  • für teure Fahrräder geeignet
  • hohe Entschädigung möglich
  • Erstattung des Neuwerts
  • Vandalismus abgesichert
  • Unfall- und Sturzschäden übernommen
  • Reparaturkosten nach Selbstverschulden
  • teurere Beiträge
  • manchmal nur Erstattung des Zeitwerts
  • jedes Fahrrad muss separat versichert sein

Hausratversicherung mit Fahrradklausel

VorteileNachteile
  • deutlich günstigere Beiträge
  • Erstattung nahe des Neuwerts
  • alle Fahrräder versichert
  • nur eine Police für Räder und Hausrat
  • geringere Erstattung
  • viele Schäden nicht mitversichert
  • Einschränkungen im öffentlichen Raum

Die wichtigsten Fahrradversicherungen im Überblick

Viele Versicherungsgesellschaften mit einem Hausratsangebot haben auch eine eigenständige Fahrradversicherung im Sortiment. Vergleiche die einzelnen Tarife und Leistungsbereiche, damit die gewählte Versicherung auch zu deinen Ansprüchen passt. Häufig entscheiden sich Kunden für folgende Unternehmen:

VersichererHinweise
Ammerländer
  • weltweiter Schutz bei Diebstahl und Schäden
  • ohne Selbstbeteiligung
  • verschleiß an bremsen und Reifen versichert
  • Akku- und Motorschutz
  • mit Schutzbrief und Pannenhilfe
Allianz
  • Zusatz zur Hausratversicherung
  • Unfallschäden und Vandalismus mitversichert
  • weltweite Sicherheit
  • Neuwert-Entschädigung
  • 24 Stunden Schutz, auch nachts
DEVK
  • Hausrat oder Kaskoschutz
  • mobile Pannenhilfe auch auf Reisen
  • Neuwert bei Totalschaden
  • bis zu drei Fahrräder versichert
  • Teilediebstahl enthalten

Natürlich gibt es noch deutlich mehr Versicherungsanbieter, die im Bereich Fahrrad, E-Bike oder Pedelec in Anspruch genommen werden können. Prüfe hier die Vorteile und die individuellen Bedingungen der Versicherer, um den größtmöglichen Schutz bei einem günstigen Beitrag zu bekommen. Ebenso erwähnenswert sind deshalb:

  • Hepster
  • Ergo
  • WGV
  • Enra
  • HUK
  • Adfc
  • Wertgarantie
  • Debeka
  • Axa
  • Mega Bike

Versicherungen vergleichen – nach folgenden Kriterien

Bei einem Versicherungsvergleich solltest du nicht nur verschiedene Gesellschaften kennen, sondern deine eigenen Ansprüche formulieren. Passt der gewählte Tarif überhaupt zu deinem Fahrverhalten? Bist du häufig im Ausland unterwegs oder reicht die Versicherungssumme aus? Die nachfolgende Tabelle stellt dir wichtige Kriterien für einen Vergleich zusammen:

KriteriumHinweise
Versicherungssumme
  • auf den Kaufpreis des Rades achten
  • bestimmt den Beitragssatz
  • Maximum bei etwa 6.000 Euro
  • gesundes Verhältnis ansetzen zwischen Kaufpreis und Versicherungssumme
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung
Leistungsumfang
  • Diebstahl und Teilediebstahl
  • Vandalismus
  • Elektroschäden
  • Bedienfehler
  • Leistungsverlust beim Akku
  • Eigenverschulden mitversichert?
  • Zubehör und Gepäck entfällt meist
  • Pannenhilfe und Schutzbrief möglich
  • Gibt es einen Auslandsschutz
Voraussetzungen
  • das richtige Fahrradschloss wählen
  • auf die Vorgaben der Versicherung achten
  • Radsport teilweise ausgeschlossen
  • gilt nur für ein neues Rad
  • Gebrauchtes Fahrrad versichert
  • Fahrrad codieren lassen
Reparaturen
  • Wann werden Reparaturen übernommen
  • Ist Selbstverschulden abgedeckt
  • Anspruch auf gleichwertiges Ersatzrad
  • Höhe der Reparaturkosten

Handelt es sich um ein besonders teures E-Bike oder gar ein Lastenrat, solltest du dich für eine spezielle E-Bike-Versicherung entscheiden. Diese ist in der Summe höher dotiert und schützt dein Bike bis zu 10.000 Euro. Allerdings bieten nicht alle Gesellschaften eine solche Police an. Ein ausführliches Youtube-Video zu diesem Thema bietet die Radelbande auf ihrem Kanal:

Wann ist eine Fahrradversicherung sinnvoll?

Du musst für dich selbst entscheiden, ob eine Fahrradversicherung in deinem Fall wirklich sinnvoll ist. Das hängt natürlich vom Wert des Fahrrads und von deinen persönlichen Gewohnheiten ab. Eine Fahrradversicherung lohnt sich also immer dann, wenn …

  • Du keine eigene Hausratversicherung hast und dein Fahrrad trotzdem gegen Diebstahl schützen willst.
  • Du dir ein besonders teures Rad gekauft hast, häufig damit unterwegs bist und es auch an öffentlichen Plätzen anschließt.
  • Du im Monat etwa 10 – 20 Euro für den Versicherungsbeitrag aufbringen kannst und auch andere Schäden abgesichert haben willst.
  • Du täglich mit dem Rad unterwegs bist oder in der Stadt wohnst, wo ein Diebstahl häufiger vorkommen kann.
  • Du im Besitz von einem E-Bike oder Pedelec bist. Allein durch den hohen Kaufpreis und die aufwendige Technik lohnt sich die eigene Versicherung.
  • Du dich für ein teures Modell entschieden hast, auf dem noch eine Finanzierung läuft. Hier musst du dich immer gegen Diebstahl schützen.

Vorgehensweise: Abschluss und Schadensfall

Für den Vertragsabschluss brauchst du sämtliche Unterlagen von deinem Rad. Hier muss nachgewiesen werden, dass es sich wirklich um deinen Besitz handelt. Bestenfalls kannst du die Rechnung oder den Kaufvertrag vorlegen. Manche Gesellschaften schließen gebrauchte Fahrräder aus, sodass es sich um Neuware handeln muss. Bei anderen Versicherern reicht der Kaufvertrag aus. Allerdings sollte das Fahrrad nicht älter als 2 Jahre sein. Diese Grenze legen viele Gesellschaften fest.

Es kommt zum Schadensfall: Polizei rufen und der Versicherung melden

Den entdeckten Schaden oder den Fahrraddiebstahl solltest du unverzüglich bei der Polizei melden. Hier sind Herstellerangaben, Farbe und Rahmennummer des Rades wichtig. Die Polizei nimmt dann eine Anzeige gegen Unbekannt auf und vermerkt alles unter einem Aktenzeichen. Mit diesem Aktenzeichen kannst du dich für die Schadensmeldung an deine Versicherung wenden. Die Gesellschaft prüft dein Anliegen meist innerhalb von 14 Tagen und übernimmt die Erstattung.

Hinweis
Die Rechnung für das Fahrrad gilt immer als Beleg für den Kaufpreis. Bewahre sie am besten in den Versicherungsunterlagen auf, damit der Wert des Rades schnell bestätigt werden kann.

Kundenmeinung – viele wollen Sicherheit

Wer sein Fahrrad möglichst kostengünstig Versicherung will, sollte sich für die Hausratversicherung mit der zusätzlichen Fahrradklausel entscheiden. Auch bei mehreren Rädern im Haushalt ist das sinnvoll. Allerdings musst du mit einer niedrigen Entschädigung und höheren Auflagen rechnen. Wer also an den Beiträgen sparen will, braucht sich bei der Entschädigung nicht viel zu erhoffen.

Je wertvoller das Fahrrad ist, desto mehr Kunden haben sich für einen speziellen Diebstahlschutz und eine Reparaturübernahme durch die Fahrradversicherung entschieden. Hier sind deutlich mehr Schäden und Risiken abgesichert, die im Alltag warten. Vor allem für ein E-Bike oder Pedelec bietet sich der Kaskoschutz an.

Viele Kunden berichten jedoch, dass sie keinen Neuwert erstattet bekommen. Die Gesellschaften erstatten dann nur den Zeitwert, also quasi die Wiederbeschaffung eines vergleichbaren Modells. Günstig sind jedoch die Zusatzleistungen im Ausland oder auch die Pannenhilfe. Selbst die Übernahme von Reparaturkosten nach einem selbstverschuldeten Sturz oder Unfall kann abgedeckt sein, was vielen Kunden Sicherheit bietet.

FAQ – die häufigsten Fragen zur Fahrradversicherung

FrageAntwort
Gilt die Fahrradversicherung auch im Ausland?Für längere Touren oder Radreisen sollten ein Schutzbrief abgeschlossen werden. Zentraler Punkt ist hier die Pannenhilfe. So wird dir der Transport in eine nahegelegene Werkstatt übernommen. Außerdem kannst du ein Mietfahrrad für eine begrenzte Zeit bekommen und deine Reise fortsetzen. Ebenso wird der Rücktransport ins Heimatland von dir als Fahrer und dem Rad nach einem Sturz übernommen.
Wie teuer ist eine Fahrradversicherung?Die monatlichen Kosten richten sich nach den Konditionen der Versicherung. Günstiger kommst du mit der Hausratversicherung für schon wenige Euro im Monat. Teurer ist die Vollkasko für dein Fahrrad mit monatlich 10 – 20 Euro oder je nach Versicherungssumme auch mehr.
Wann zahlt die Fahrradversicherung nicht?Die Versicherung zahlt nicht, wenn es sich um gängige Reparaturschäden handelt. Außerdem ist oft das Selbstverschulden nicht mit versichert. Grundsätzlich richtet sich der Leistungsumfang aber nach dem Tarif, den du auswählst. Wenn du möglichst alle Risiken abgedeckt haben willst, musst du mit einem hohen Beitrag rechnen.
Welches Schloss für Fahrradversicherung?Jede Versicherungsgesellschaft hat hier ihre eigenen Vorgaben. Auf jeden Fall muss es sich um ein zusätzliches Schloss handeln und nicht um ein fest verbautes Rahmenschloss. Außerdem berufen sich manche Unternehmen auf speziell gesicherte Modelle. Im Zweifelsfall frag bei deiner Versicherung nach, ob dein Schloss die Bedingungen erfüllt.

Weiterführendes

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